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Erkundungswanderung durch Hillesheim

Wandern-radeln-6 Erkundungswanderung durch Hillesheim

Hallo Ihr Lieben, in den letzten Wochen konnte ich Euch schon einige Sehenswürdigkeiten von der schöne Berggemeinde Hillesheim zeigen. Heute nehme ich Euch mit auf eine Erkundungswanderung durch die Gemeinde. Die Wanderung führt entlang (fast) aller Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Wir entdecken zwei Brunnen, eine Bergkirche, drei Friedhöfe, schöne Fachwerkhäuser, ein Turm, ein besonderer Stein und noch viel mehr.

Neugierig? Die Wanderung ist ca. 6,5 km lang. Wie immer findet Ihr am Ende des Blogs den Link der kompletten Tour auf Outdooractive. Die Wanderung könnt Ihr dann auf Eure Mobilgeräte downloaden und somit bequem folgen. Vergesst nicht ein Picknick und ausreichend Wasser einzupacken.

Los geht es. Wir starten am Dorfgemeinschaftshaus im Gau-Odernheimer Weg. An der umgebauten und erweiterten Scheune finden (normalerweise) die zahlreichen Feste der Gemeinde statt. Hillesheim pflegt ihr Vereinsleben und feiert gern. 

Wir folgen der Dolgesheimer Straße Richtung Osten und biegen leicht links in die Obergasse. In der Mitte des Platzes befindet sich noch ein alter Brunnen. Dort wurde früher das Wasser für den täglichen Bedarf geschöpft. Der Brunnen ist heute nicht mehr in Nutzung, aber schaut doch mal durch das Metallgitter, manchmal sieht man noch Wasser. Die Ecke Obergasse/Kellerweg finde ich sehr gut gelungen. Die Bank ist ein beliebter Treffpunkt für die Hillesheimer Nachbarschaft.

Seht Ihr das große rote Haus an der Ecke Obergasse/Wintersheimer Straße? Das war früher die Dorfschule. Heute befindet sich das Anwesen in Privatbesitz.

Wir folgen der Obergasse links und dann ein kurzes Stück die Wintersheimer Straße, bevor wir der Kirchstraße bis zur Kirche folgen. Kurz vor der Kirche befindet sich links das Kriegerdenkmal. Hier wird an die gefallenen Soldaten der Kriege 1914-18 und 1939-45 gedenkt. Und schon sind wir an der Hillesheimer Bergkirche angekommen.

Prominent über der Gemeinde steht die evangelische Kirche in einem ehemaligem Wehrfriedhof. Die Befestigungsmauern um den Friedhof und der Kirche sind auch heute noch gut zu erkennen. Die erste Erwähnung der Kirche datiert aus dem Jahre 1204. Der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente der Verteidigung der Hillesheimer. „Bei Gefahr war die Zufluchtsstätte, die mit Lebensmitteln gefüllt war, über einen unterirdischen Gang zu erreichen" ist auf der Homepage der Gemeinde Hillesheim zu lesen. Der Westturm wurde laut einer Bauinschrift im 14. Jahrhundert von zwei Oppenheimer Baumeistern, Magister Johann der Ältere und Johannes Lecheler, errichtet.

1688 zerstörten die Franzosen die Kirche; sie wurde 1710 wieder aufgebaut.

Im hinteren Teil der Kirche sind noch zwei gut erhaltene Grabplatten zu sehen. Die schöne Orgel an der Seite der Kirche ist eine Stummorgel aus dem Jahre 1750.

Die Kirche ist seit 1580 lutherisch und ist normalerweise abgeschlossen und nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Am Gründonnerstag hatte ich die Gelegenheit die Bergkirche in Hillesheim zu besichtigen. Sie war geöffnet damit sich die Kinder der Gemeinde einen Osterspruch und ein kleines Geschenk abholen konnten.

Werft auch einen Blick auf die Gräber des Friedhofs. Im hinteren Teil des Friedhofs befindet sich das Grab von dem im Krieg gefallenen Hillesheimer Leutnant Josef Ostrowitzki (1922-1942).

Wir machen hier eine kurze Pause und genießen die Aussicht auf die Gemeinde Hillesheim und auf die Nachbargemeinde Dorn-Dürkheim.

 Wenige Metern oberhalb vom Wehrfriedhof befindet sich der Hillesheimer Hochbehälter. Der Weg rechts davon führt zum Hochbehälter Dorn-Dürkheim und weiter zum Hochbehälter Wintersheim. Aber diese Wanderung machen wir später mal.

Wir verlassen das Kirchengelände und nehmen den „Pilgerweg„ runter zum Ort. Dieser schöne Weg und die dazugehörige Treppe wurden in den 70er/80er-Jahren auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Engelhard angelegt.

Unten am Platz angekommen sehen wir das Kriegerdenkmal 1870-71. Auch dieser schöne Platz ist ein beliebter Treffpunkt der Hillesheimer Bürger.

Wir biegen links ab in die Bahnhofstraße. „Der Ort ist im Wandel", sagte mir kürzlich die Ortsbürgermeisterin Melanie Schindel bei meiner Ortsbesichtigung. „Die alten Häuser werden nach und nach von den Kindern oder Enkeln übernommen oder wurden verkauft. Es wird jetzt gewerkelt und renoviert. Manche verborgenen Schätze kommen so zum Vorschein; es ist sehr spannend. " 

Wir sind nun am Röhrenbrunnen angekommen. Hier heißt er sogar Drei-Röhren-Brunnen.

Seit über 125 Jahren spendet er Wasser in der kleinen Gemeinde. Im Gegensatz zu vielen anderen Brunnen ist sein Wasser sogar trinkbar und schmeckt sehr gut. Man sagt dem schwefel- und eisenhaltigen Wasser sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung nach.
Als noch nicht alle Häuser an die Wasserversorgung angeschlossen waren, diente der Drei-Röhrenbrunnen als Zentralversorger für die Hillesheimer Haushalte. Auch die Einwohner der Nachbargemeinde Frettenheim besaßen Wasserrechte am Brunnen und holten Wasser mit Fässern ab. Habt Ihr das Wasser probiert? Wie schmeckt es Euch?

Wir folgen nun dem Sauerwiesengraben. Wie in vielen Gemeinden dient er der Wasserregulierung bei starkem Niederschlag und verhindert eventuelle Überschwemmungen.

Wir sind nun am Hillesheimer Spielplatz angekommen.

Zeit für eine kleine Pause. Der wunderschöne Naturspielplatz gehört zu den schönsten in Rheinhessen. Auf dem großen Gelände in den Burggärten finden große und kleine Kinder sehr viel Platz und Abwechslung und alles, was das Herz begehrt. Auch die Erwachsenen fühlen sich hier wohl und finden ruhige Ecken. 

In einem früheren Blog hatte ich den Spielplatz ausführlich vorgestellt: https://www.rhein-selz-geht-aus.de/unterwegs-in-rhein-selz/kennen-sie-schon-den-spielplatz-in-hillesheim.html

Ausgeruht? Weiter geht's. Wir verlassen den Spielplatz, folgen den Sauerwiesengraben weiter, biegen dann nach rechts und überqueren dann links die Fußgängerbrücke.

Wir befinden nun in den Feldern und Weinbergen der Gemeinde Hillesheim. Nach ca. 1,5 km sind wir auch schon am Hillesheimer Wingertsturm angekommen. Er ist ein beliebtes Zwischenziel auf einer Wanderung oder Radtour.

Zeit unser Picknick auszupacken. Von der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick auf die hügelige Landschaft und die Gemeinde Hillesheim. Es ist so schön hier, dass man die Zeit stehen lassen möchte.

  Gut gestärkt und ausgeruht wandern wir zwischen den Weinbergen bis zum Dolgesheimer Jüdischen Friedhof. Er wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Er war ausschließlich Friedhof für die jüdische Gemeinde in Dolgesheim. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1847.

Weiter geht es. Wir befinden uns jetzt auf der Gaustraße. Seht Ihr schon den Gaustein? Der Gaustein, oder Tönnchen, wie er liebevoll genannt wird, befindet sich in an der Grenze zwischen Dolgesheim und Hillesheim und wurde 1831 zur Erinnerung an den Bau der Gaustraße errichtet.

Die Gaustraße war eine rheinhessische Provinzialstraße zwischen dem Schillerplatz in Mainz und dem Martinstor in Worms. Sie war eine wichtige Fernverbindung und wurde von 1820 bis 1830 angelegt und entspricht weitgehend der heutigen Landesstraße L 425. Überall in Rheinhessen begegnet man der Gaustraße.: die Gaustraße in Selzen, Köngernheim, Weinolsheim, Hillesheim, Friesenheim, in Dolgesheim., das Gautor in Mainz und in Oppenheim, und noch vieles mehr. Der Streckenmittelpunkt zwischen den Städten Mainz und Worms liegt zwischen Dolgesheim und Hillesheim. An dieser Stelle wurde der Gaustein errichtet.

Die Inschrift der Gaustraßen in den Gemeinden ist schon ziemlich verwittert. Auf der Rückseite kann man diese Inschrift lesen" 2 Fuss: Grosh. Hessisches Längenmaas wovon 4 einen Mêtre 10 eine Gr. Hessische Klafter und 1500 Klafter eine Stunde betragen." Es sind die gängigen großherzöglich-hessischen Längenmaße und deren Umrechnungsverhältnisse. 

Wir überqueren die L425 und laufen folgen dem Berg runter Richtung Hillesheim. Nach ca. 400 Metern sehen wir rechts einen Kleingarten. 

Dahinter befindet sich der dritte Friedhof unserer Wanderung: der Hillesheimer jüdische Friedhof. 

„Der jüdische Friedhof in Hillesheim wurde vermutlich am Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt und bis in die 1930er-Jahre belegt. Von einer Friedhofsschändung wird erstmals 1927 berichtet. … In Hillesheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. " Quelle: http://www.alemannia-judaica.de/hillesheim_friedhof.htm

Wir gehen nun weiterhin den Berg runter bis zur Dolgesheimer Straße. Das schöne Backsteingebäude an der rechten Seite ist das Evangelische Pfarrhaus.  

Noch ein paar Meter und schon sind wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung angekommen. Mein besonderer Dank gilt Frau Ortsbürgermeisterin Melanie Schindel, die mich bei der Erkundung der Gemeinde Hillesheim mit vielen Informationen sehr unterstützt hat.

Ich hoffe, unsere Wanderung hat Euch genau so viel Spaß wie mir gemacht.

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